Die Kraft der Motivation im Reitsport: Selbstbewusstsein, Ziele und Erfolg
40h Arbeiten oder Studieren, Putzen, Kochen, Waschen, Einkaufen und dazu vielleicht noch ein Sozialleben haben oder Schlafen? Mit den (mindestens) 3 Stunden am Tag, die man im Stall verbringt reicht der Tag ohnehin schon kaum aus und wir fallen tot müde ins Bett – dann auch noch extra Sport machen, um fitter zu werden? Unmöglich? Nein!
Neben der richtigen Ernährung und einem ausgeglichenen Lebensstil, bei dem man sich auch mal Pausen gönnt, spielt ein Faktor eine entscheidende Rolle: Deine Motivation. In der Welt des (Reit-)Sports und Trainings ist Motivation ein entscheidender Treibstoff für den Erfolg. Es ist der innere Antrieb, unsere Ziele zu erreichen, unsere Grenzen zu überwinden und unsere Fitnessziele zu verwirklichen. Doch wie findet man die Motivation und vor allem, wie hält man sie aufrecht? In diesem Blogbeitrag von Tamiska erfährst du mehr über die Wichtigkeit von Selbstdisziplin, setzt dich mit Zielen auseinander, betrachtetest verschiedene Motivationsfaktoren und erhältst acht bewährte Tipps zur Steigerung deiner Motivation im Reitsport.
Die Bedeutung von Selbstbewusstsein und Zielen
- Selbstbewusstsein: Eine starke Selbstwahrnehmung und das Bewusstsein für die eigenen Stärken und Schwächen sind grundlegend für die Motivation. Indem wir unsere Fähigkeiten realistisch einschätzen, können wir realistische Ziele setzen.
- Ziele setzen: Ziele sind der Motor der Motivation. Klare, erreichbare und messbare Ziele geben uns einen klaren Sinn und Zweck. Wenn wir wissen, was wir erreichen wollen, sind wir eher motiviert, es auch zu erreichen. Wichtig ist hier, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Nimm dir besser vor 3x die Woche Sport zu machen und zieh es durch, als 5x zu planen und zu scheitern.
Motivationsfaktoren im (Reit-)Sport
- Innere Motivation: Die intrinsische Motivation, die aus der Freude an der Aktivität selbst entsteht, ist besonders stark und nachhaltig. Natürlich ist das immer eine Herausforderung, wenn du dich in erster Linie bewegst, um im Sattel fitter zu werden. Suche dir deshalb eine ergänzende Sportart, die du auch langfristig weiterverfolgen wirst. Sichtbarer beziehungsweise spürbarer Erfolg stellt sich nicht über Nacht ein – auch wenn wir uns das wünschen, Consistency is key!
- Soziale Unterstützung: Training mit deinen Stallmädls oder -jungs oder die Unterstützung eines Trainers kann die Motivation steigern und den Verantwortungsdruck erhöhen. Keine Lust alleine zu trainieren? Fitnessstudios bieten oft Gruppenkurse an – egal wo du auf deiner Fitnessreise im Moment stehst: Jede Minute, die du bewusst in Bewegung bist und trainierst, wird deinem Gesundheitskonto angerechnet!
- Belohnungen: Sich selbst mit kleinen Belohnungen für erreichte Ziele zu motivieren, kann effektiv sein. Sei es ein leckeres Essen nach dem Training oder ein neues Reitoutfit (für dich oder dein Pferd 😉). Ernsthaft: Die größte Belohnung wirst du im Sattel spüren und dein Pferd wird es dir danken! Doch kleine Motivatoren zwischendurch sind natürlich immer erlaubt.
- Visualisierung: Sich vorstellen, wie man seine Ziele erreicht, kann einen positiven Einfluss auf die Motivation haben. Stellen dir deine Trainingserfolge lebhaft vor und fühle den Unterschied. Ein starkes Mindset ist die halbe Miete!
Sieben bewährte Tipps zur Motivationssteigerung
- Trainingseinheiten abwechslungsreich gestalten: Monotone Routine kann die Motivation dämpfen. Variieren dein Training, um es interessant und ansprechend zu gestalten. Keine Lust auf deine täglichen Übungen? Dann gehe laufen, Rad fahren oder gönne dir eine Yoga-Einheit.
- Das Wichtigste: Die Rolle deines Pferdes im Training: Für uns Reiter kann es doch so einfache sein – wir haben eigentlich die beste Motivationsquelle von allen: unsere Pferde! Die Verbesserung deiner Stärke, Stabilität, Flexibilität und Ausdauer wirst du im Sattel spüren und dein Pferd wird sie erst recht spüren! Gönne deinem Pferd den Reiter, den es verdient – wie heißt es so schön: richtig Reiten reicht Dafür braucht es aber auch einen fitten Reiter! 😉
- Mentales Training: Mentale Techniken wie positives Selbstgespräch und Stressbewältigung können dazu beitragen, den inneren Antrieb aufrechtzuerhalten. Hier gibt es eine Fülle von Techniken, die dir helfen können, motiviert zu bleiben, wenn eine Phase kommt, in der du gefühlt keinen Fortschritt siehst.
- Verantwortung teilen: Indem du Ziele und Fortschritte mit anderen teilst, erhöhst du den sozialen Druck und die Verantwortlichkeit, was die Motivation steigern kann. Du musst natürlich selbst entscheiden, ob du der Typ dafür bist. Es kann hilfreich sein, kann dich aber auch unnötig unter Druck setzen.
- Belohnungssysteme einrichten: Belohne dich regelmäßig für deine Erfolge im Training, sei es mit einem freien Tag oder einem kleinen Geschenk.
- Pausen einplanen: Gelegentliche Ruhepausen sind wichtig, um Überlastung und Burnout zu vermeiden. Das gilt für dich und dein Pferd – plane diese Pausen bewusst ein.
- Erfolge feiern: Feiere deine Erfolge, auch die kleinen (!!) Das Feiern von Meilensteinen kann deine Motivation für zukünftige Herausforderungen stärken und dir dabei helfen, dran zu bleiben.
Motivation im Reitsport ist keine Konstante, sondern etwas, das kultiviert und gepflegt werden muss. Mit Selbstbewusstsein, klaren Zielen und einer Vielzahl von Motivationsstrategien kannst du deine Motivation steigern und aufrechterhalten. Denke daran, dass es in Ordnung ist, gelegentlich einen Motivationstief zu erleben, solange du die Werkzeuge hast, um wieder auf Kurs zu kommen. Denk immer daran: Dein Pferd wird das erste sein, das merkt, ob du weiter fleißig trainierst oder nicht.
Die schönste Motivation für mich? Den Unterschied im Sattel spüren. Selbst in der Lage zu sein, die nötige Körperspannung und Flexibilität mitzubringen, um eins zu werden mit meinem Pferd und gemeinsam zu tanzen.